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Lexikon - Direct Mode Operation [DMO] in TETRA

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deutsch:Direkt-Verbindungs-Betriebsart Begriffswelt: TETRA Als 'DMO', alternativ zum Trunked Mode Operation (TMO) wird eine TETRA-Funk-Betriebsart (Modus) bezeichnet, bei der zwei oder mehrere TETRA-Teilnehmer eine direkte Verbindung untereinander in der Verkehrsart Simplex, unabhänging vom TETRA-Netzwerk herstellen. Diese Verbindung kann eine Sprechverbindung als Einzel- oder Gruppenruf, aber auch die Übertragung eines Notrufes oder einer SDS sein. Für das Funkgespräch wird der erste, für Rufaufbau und Signalisierung der dritte Zeitschlitz benutzt. Der 'DMO' kann überall dort eingesetzt werden, wo das TETRA-Netz nicht verfügbar ist, (z.B. in Gebäuden, Tunneln o.ä.), aber auch zum Realisieren von taktischen Funkaufgaben in einem begrenzten Versorgungsgebiet, um die Netzkapazität nicht zu belasten. Im 'DMO' kann eine Air-Interface-Encryption [AIE] mittels statischem Chiffrierschlüssel [SCK] und/oder eine End-to-End-Encryption [E2EE] realisiert werden. Durch den Einsatz eines DMO-Repeaters kann die Funkreichweite zwischen Teilnehmern im 'DMO' vergrößert werden. Durch den Einsatz eines DMO-Gateways können im 'DMO' funkende Teilnehmer mit dem TETRA-Netzwerk verbunden werden. Technisch gesehen ist der 'DMO' eine der drei TETRA-Diensteklassen und gehört zur TETRA-Dienstegruppe Teledienste. Er ist über die Beschreibung seiner Luftschnittstellenparameter vom ETSI in den'ETS 300 396' spezifiziert. Auch im 'DMO' wird die TETRA-TDMA-Modulation mit 4 Zeitschlitzen je Frequenz eingesetzt. Dadurch wäre es theoretisch möglich, auf einem DMO-Kanal gleichzeitig zwei Gespräche zu realisieren. In der Praxis ist dies jedoch wegen des großen Synchronisationsaufwandes nicht möglich.
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