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Lexikon - Empfangs-Diversity

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deutsch:Mehrwege-Empfang Begriffswelt: Funk allgemein Als 'Empfangs-Diversity' wird in der Funktechnik der Einsatz von mehreren Antennen ohne oder mit separaten Empfängern zur Optimierung der Empfangsbedingungen für ein elektromagnetisches Funksignal verstanden. Vorbemerkungen Die Ausbreitung elektromagnetischer Funkwellen erfolgt, bedingt durch Reflexion, Schwund, Dämpfung, Interferenzen u.a.m. keinesfalls einheitlich. Dadurch können an einem Empfangsort bereits geringfügige Veränderungen in den Empfangsbedingungen, z.B. bezüglich der Antennenpolarität, des Standortes und der Richtcharakteristik eine stark unterschiedliche Qualität des Empfangssignals (z.B. Signalpegel, Signal-Rausch-Abstand, Fehlerrate) bewirken. Besonders deutlich wird dies, wenn der Empfang z.B. im Grenzbereich einer starken Funkabschattung erfolgt (z.B. Empfang im Freien und innerhalb eines Gebäudes). In komplexeren Funknetzen/-anlagen kann es aus unterschiedlichen Gründen notwendig sein, über die Qualität des Empfangs der Funksignale durch Empfänger an räumlich unterschiedlichen Orten deren sicheren Empfang bzw. ein zielgerichtetes Antworten durch einen entsprechenden Sender zu gewährleisten (siehe auch Gleichwelle). Da es technisch nicht möglich ist, ein mehrfach empfangenes Funksignal einfach durch Überlagerung zu mischen (führt zu Signalverzerrungen bis hin zu völligem Auslöschen), muss in jedem Fall eine elektronische Schaltung zur Empfängerauswahl (Voter) eingesetzt werden. Entwicklung Die Erfindung der Diversity-Technik stammt ursprünglich von Sennheiser beim Bau von Funkmikrofonen. Aufbau und Funktionsbeschreibung Die Funksignale werden von zwei oder mehreren Antennen, die entweder an unterschiedlichen Empfangsstandorten installiert sind oder an einem Ort über unterschiedliche Empfangscharakteristika verfügen, aufgenommen. Variante 1 (Antennen-Diversity als Sonderform der 'Empfangs-Diversity') Die aufgenommen Antennensignale werden direkt einer elektronischen Auswerteeinrichtung (Voter) zugeführt, die eines der Signale anhand der zu diesem Zeitpunkt mögliche Qualitätsbewertung auswählt (z.B. anhand des Pegels) und an einen einheitlichen Empfänger zur Demodulation und gegebenenfalls Decodierung weiterleitet. Variante 2 (jeder Antenne ist ein separater Empfänger zugeordnet) Die Funksignal werden von der Antenne empfangen und im Empfänger demoduliert und gegebenenfalls decodiert. Erst anschließend erfolgt die Übergabe an die elektronische Auswerteeinheit (Voter), die nun die mehreren Empfangssignale nach ganz bestimmten Kriterien sehr zielgerichtet bewerten kann. Anhand dieser Bewertung leitet der Voter anschließend das Empfangssignal mit der optimalen Qualität weiter. Sehr hochwertige Voter können nicht nur schnell und unterbrechungsfrei zwischen den verschiedenen Empfangsquellen umschalten, sondern gegebenenfalls sogar Teile mehrerer Empfangssignale zum Zweck der Optimierung zusammenzufügen. Wenn der Mehrfachempfang an einem Ort erfolgt, können die einzelnen Empfänger und der Voter in einer technischen Einheit zusammengelegt werden. Man spricht dann von einem 'Diversity-Empfänger'.
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